Der Backofen bricht ab, und im Display steht E8401. Dahinter steckt nicht zwingend ein kaputter Fühler, sondern zunächst nur eine Feststellung: Die Steuerung bekommt keinen Temperaturwert, dem sie trauen kann. Solange das so ist, bleibt die Heizung abgeschaltet.
Fehlercode: E8401
Marke: Siemens
Gerät: Backofen
Betrifft: Siemens-Backöfen und Kompaktgeräte der Codegeneration mit vierstelligen Nummern ab etwa Baujahr 2014, mit deutlichem Schwerpunkt bei den Dampf- und Kombigeräten. Belegt ist ein Fall am Kompaktgerät CS858GRB6 von Siemens; darüber hinaus betroffen sind die Kompaktgeräte der CS- und CM-Reihe, die HS-Dampfbacköfen sowie HB-, HN- und HR-Modelle der Linien iQ500 und iQ700 und die studioLine-Ausführungen.
Ursache
- Feuchtigkeit an den Kontakten: Bei Dampf- und Kombigeräten schlägt sich über die Jahre Schwitzwasser an Steckern nieder, besonders wenn die Tür nicht mehr sauber schließt.
- Lockere Fühlerverbindung: Sitzt der Stecker am Leistungsmodul nicht mehr fest oder ist er angelaufen, fehlt der Steuerung schlicht der Messwert.
- Fühler selbst: Das Messelement im Garraum oder im Dampfsystem ist durchgebrannt, hat innen Schluss oder meldet Werte, die es gar nicht geben kann.
- Kurze Netzstörung: Sackt die Spannung im Haus einmal weg, bleibt manchmal ein einzelner Eintrag zurück, der sich löschen lässt.
- Schaden weit über den Fühler hinaus: Im einzigen ausführlich dokumentierten Siemens-Fall war die angezeigte Sensorstörung nur das sichtbare Symptom – kaputt war die komplette Elektronik des Kompaktgerätes.
Lösung
- Beginnen Sie mit dem langen Reset: zwanzig bis dreißig Minuten komplett vom Netz, und lassen Sie das Gerät in dieser Zeit auskühlen. Genau diese Dauer wird für diese Nummer empfohlen, kurzes Aus- und Einschalten reicht nicht.
- Verschwindet die Anzeige danach, geht es um die Frage, wann sie wiederkommt: nur im Dampfbetrieb, nur im Kombibetrieb oder auch beim einfachen Backen. Schreiben Sie das mit, es grenzt die Ursache deutlich ein.
- Sehen Sie sich bei Dampf- und Kombigeräten die Türdichtung an und achten Sie darauf, ob sich auffällig viel Schwitzwasser im Garraum niederschlägt.
- Warnung: Messelement und Leistungsmodul sitzen im hinteren Teil des Gehäuses, dort, wo Netzspannung anliegt, und die Innenteile bleiben nach dem Betrieb lange so heiß, dass man sich daran verbrennt. Schrauben Sie hier nichts selbst auf; vor jedem Eingriff durch eine Fachkraft muss die Sicherung heraus.
- Bestehen Sie darauf, dass Messelement und Steckverbindung zuerst durchgemessen werden – erst danach darf über ein Ersatzteil geredet werden.
- Verlangen Sie einen Preis auf dem Papier, bevor ein Modul bestellt wird: Bei betagten Dampf-Kombis ist so eine Reparatur schnell teurer als das, was die Maschine überhaupt noch wert ist.
Sicherheitshinweis
Trennen Sie das Gerät vor jeder Prüfung oder Reparatur immer vom Stromnetz. Bei Arbeiten an wasserführenden oder elektrischen Komponenten ist besondere Vorsicht geboten. Unsachgemäße Eingriffe können zu weiteren Schäden oder Sicherheitsrisiken führen.
Wann sollte ein Techniker kontaktiert werden?
Wenn sich der Fehler trotz der empfohlenen Schritte nicht beheben lässt, das Gerät ungewöhnliche Geräusche macht, Wasser austritt oder elektrische Bauteile betroffen sein könnten, sollte ein Fachtechniker hinzugezogen werden. Das gilt besonders dann, wenn Unsicherheit bei der Diagnose oder Reparatur besteht.
Hinweise
Lassen Sie sich vom Wort Temperatursensor nicht in die Irre führen. In einem dokumentierten Siemens-Fall an einem Kompakt-Dampfbackofen war die angezeigte Sensorstörung eine falsche Fährte – tatsächlich war die gesamte Elektronik defekt, und die Reparatur lohnte sich nicht mehr. Der Reset durch zwanzig bis dreißig Minuten Stromlosigkeit ist einen Versuch wert, ersetzt aber keine Messung, und bei Geräten jenseits der Garantiezeit gehört ein ehrlicher Vergleich mit einem Neukauf dazu.
Bitte beachten Sie, dass die genaue Ursache je nach Modell und Baureihe abweichen kann. Auch wenn derselbe Fehlercode angezeigt wird, können technische Unterschiede zwischen einzelnen Geräten dazu führen, dass die tatsächliche Ursache im Einzelfall variiert.