Ihre Maschine bricht ab und zeigt E11: Die Steuerung bekommt vom Antrieb keine brauchbare Rückmeldung. Entweder dreht sich die Trommel gar nicht mehr, oder sie läuft kurz an und bleibt dann stehen, häufig mit Wasser und nasser Wäsche in der Trommel.
Fehlercode: E11
Marke: Beko
Gerät: Waschmaschine
Betrifft: Beko-Frontlader mit Display, unter anderem die Reihen WMB, WMY, WML, WTV, WTG, WTE und WMD sowie die Modelle mit ProSmart-Inverterantrieb; baugleiche Elektronik mit derselben Codeliste läuft auch unter Grundig, Blomberg, Altus und Elektra Bregenz.
– Kohlebürsten: Bei Geräten mit Universalmotor sind die Kohlen abgenutzt, der Motor läuft nur noch ruckartig oder gar nicht mehr an.
– Tachogenerator: Die kleine Spule mit Magnet am hinteren Motorende meldet die Drehzahl nicht mehr, weil sie defekt ist oder ihr Stecker sich gelöst hat.
– Verkabelung: Eine Ader im Kabelbaum zwischen Elektronik und Motor ist gebrochen oder ein Steckkontakt ist korrodiert.
– Leistungselektronik: Der Motortriac auf der Hauptplatine ist unterbrochen oder durchlegiert und steuert den Motor nicht mehr an.
– Blockade: Ein Fremdkörper zwischen Trommel und Bottich oder ein Lagerschaden bremst die Trommel so stark, dass die Solldrehzahl nie erreicht wird.
– Schalten Sie das Gerät aus, ziehen Sie den Netzstecker für etwa fünf Minuten und starten Sie danach ein kurzes Programm; einmalige Störungen verschwinden damit oft dauerhaft.
– Öffnen Sie die Tür und drehen Sie die leere Trommel von Hand: Sie muss sich leicht und ohne Schleifgeräusch drehen lassen.
– Nehmen Sie Wäsche heraus, wenn die Trommel sehr voll ist, und starten Sie ein Schleuderprogramm zur Kontrolle; ein überladenes Gerät erzeugt dasselbe Bild.
– Horchen Sie beim Drehen der Trommel auf Klappern: Ein BH-Bügel oder eine Münze zwischen Trommel und Bottich lässt sich oft über die Heizungsöffnung bergen, das gehört aber schon in geübte Hände.
– Bleibt die Meldung bestehen, sind Kohlebürsten, Tachogenerator oder die Leistungselektronik fällig. Diese Teile sitzen im geöffneten Gerät neben netzführenden Bauteilen; überlassen Sie den Austausch einer Fachkraft und arbeiten Sie nie bei eingestecktem Netzstecker.
– Riecht es nach verschmortem Kunststoff oder haben Sie Funken gesehen, ziehen Sie sofort den Netzstecker und benutzen Sie das Gerät nicht weiter.
Trennen Sie das Gerät vor jeder Prüfung oder Reparatur immer vom Stromnetz. Bei Arbeiten an wasserführenden oder elektrischen Komponenten ist besondere Vorsicht geboten. Unsachgemäße Eingriffe können zu weiteren Schäden oder Sicherheitsrisiken führen.
Wenn sich der Fehler trotz der empfohlenen Schritte nicht beheben lässt, das Gerät ungewöhnliche Geräusche macht, Wasser austritt oder elektrische Bauteile betroffen sein könnten, sollte ein Fachtechniker hinzugezogen werden. Das gilt besonders dann, wenn Unsicherheit bei der Diagnose oder Reparatur besteht.
Bei Maschinen mit klassischem Universalmotor sind abgenutzte Kohlebürsten die mit Abstand häufigste Ursache, und ein Satz Kohlen kostet nur wenige Euro – das ist eine der günstigsten Reparaturen überhaupt. Bei den neueren Geräten mit ProSmart-Inverter gibt es dagegen gar keine Kohlen; dort sind Tachosignal, Steckverbindung oder Elektronik verdächtig. Ein verbreiteter Denkfehler ist, sofort den ganzen Motor zu bestellen, obwohl nur der Stecker am Tacho abgerutscht ist.
Bitte beachten Sie, dass die genaue Ursache je nach Modell und Baureihe abweichen kann. Auch wenn derselbe Fehlercode angezeigt wird, können technische Unterschiede zwischen einzelnen Geräten dazu führen, dass die tatsächliche Ursache im Einzelfall variiert.