Ihre Maschine kann den Wasserstand nicht mehr richtig messen. Der Druckwächter beziehungsweise Wasserstandsensor liefert kein plausibles Signal, deshalb weiß die Steuerung nicht, wann sie den Zulauf schließen und wann sie heizen darf. Typisch ist, dass das Programm gleich am Anfang stehen bleibt, gar kein Wasser einläuft oder umgekehrt zu viel.
Fehlercode: H7
Marke: Beko
Gerät: Waschmaschine
Betrifft: Arçelik-Frontlader ohne Zahlendisplay der Typenreihen WK*1**, WK*2 und WK*145, verkauft als Beko WM- und WMB-Modelle und unter Blomberg (WAF), Grundig, Altus und Elektra Bregenz; auch Handelsmarken auf dieser Elektronik wie die Studio WA 2006 von Aldi Süd.
– Druckschlauch: Der dünne Schlauch zwischen Luftfalle am Bottich und Druckwächter ist geknickt, abgerutscht, undicht oder mit Wasser vollgelaufen.
– Luftfalle: Der Anschlussstutzen unten am Laugenbehälter ist mit Flusen und Waschmittelschlamm zugesetzt, sodass der Druck nicht mehr ankommt.
– Druckwächter: Der Schalter beziehungsweise Sensor selbst ist defekt und schaltet nicht mehr um.
– Steckverbindung: Der Stecker am Druckwächter hat sich gelöst oder ist korrodiert.
– Schaum: Sehr starke Schaumbildung verfälscht die Messung so weit, dass die Steuerung sie als unplausibel verwirft.
– Schalten Sie das Gerät aus, ziehen Sie den Netzstecker für etwa fünf Minuten und starten Sie ein kurzes Programm; einmalige Störungen sind damit oft erledigt.
– Waschen Sie beim nächsten Lauf mit deutlich weniger Waschmittel und beobachten Sie durch die Tür, ob übermäßig Schaum entsteht; bei starkem Schaum spülen Sie einmal ohne Waschmittel durch.
– Reinigen Sie das Flusensieb und das Waschmittelfach, damit weniger Schlamm ins System gelangt.
– Prüfen Sie, ob der Ablaufschlauch zu tief hängt oder fest im Abfluss steckt: Läuft Wasser von selbst ab, misst die Maschine dauerhaft einen zu niedrigen Pegel und zeigt dasselbe Bild.
– Druckschlauch, Luftfalle und Druckwächter liegen im geöffneten Gerät neben netzführenden Teilen; Prüfung und Reinigung gehören zum Kundendienst. Ziehen Sie in jedem Fall vorher den Netzstecker.
– Läuft trotz stehendem Programm weiter Wasser ein, drehen Sie sofort den Wasserhahn zu und benutzen Sie das Gerät nicht weiter.
Trennen Sie das Gerät vor jeder Prüfung oder Reparatur immer vom Stromnetz. Bei Arbeiten an wasserführenden oder elektrischen Komponenten ist besondere Vorsicht geboten. Unsachgemäße Eingriffe können zu weiteren Schäden oder Sicherheitsrisiken führen.
Wenn sich der Fehler trotz der empfohlenen Schritte nicht beheben lässt, das Gerät ungewöhnliche Geräusche macht, Wasser austritt oder elektrische Bauteile betroffen sein könnten, sollte ein Fachtechniker hinzugezogen werden. Das gilt besonders dann, wenn Unsicherheit bei der Diagnose oder Reparatur besteht.
Der Sensor selbst ist seltener defekt, als die meisten annehmen – in der Praxis steckt sehr oft nur ein verstopfter Anschlussstutzen oder ein abgerutschter Schlauch dahinter, und das ist ohne Ersatzteil zu beheben. Ein häufiger Denkfehler ist, bei „es läuft kein Wasser ein“ sofort das Einlaufventil zu verdächtigen: Wenn die Maschine den Pegel nicht messen kann, öffnet sie das Ventil aus Sicherheitsgründen gar nicht erst. Prüfen Sie außerdem die Höhe des Ablaufschlauchs, denn ein selbstständig leerlaufender Bottich erzeugt genau dieses Fehlerbild.
Bitte beachten Sie, dass die genaue Ursache je nach Modell und Baureihe abweichen kann. Auch wenn derselbe Fehlercode angezeigt wird, können technische Unterschiede zwischen einzelnen Geräten dazu führen, dass die tatsächliche Ursache im Einzelfall variiert.